Worauf kommt es bei Kreditkarten für Jugendliche an?

Worauf kommt es bei Kreditkarten für Jugendliche an?


Sei es auf Klassenfahrt zum Geldabheben oder um eine App oder einen Song herunterzuladen: Kreditkarten für Kinder und Jugendliche sind durchaus verbreitet. Doch worauf sollten Eltern acht geben?

Laut einer Auswertung des Bankenfachverbandes verfügen rund 14 Prozent der Schüler ab 14 Jahren über eine Kreditkarte. Manche Banken geben Prepaid-Kreditkarten sogar schon an Kinder ab sieben Jahren aus - selbstverständlich nur Kreditkarten auf Guthabenbasis, mit welchen die Kinder nur das ausgeben können, was zuvor auf aufgeladen wurde. So kann sich der Inhaber nicht verschulden, weshalb die Ausgabe in den meisten Fällen ohne Schufa-Abfrage erfolgt. Daher sind diese Kreditkarten für Schüler sogar geeignet. Und auch im nächsten Lebensabschnitt eignen sich noch diese Kreditkarten für Studenten. Es muss ja nicht gleich eine goldene Kreditkarte sein.

Prepaid mit oder ohne Kontoanbindung

Als Eltern vertraut man seinen Sprösslingen zwar, aber spätestens beim Geld hört der Spaß auf. Welches Elternteil stellt seinem Kind gern die eigene Kreditkarte für einen Einkauf im Netz oder während einer Klassenfahrt zur Verfügung? Für solche und viele weitere Fälle stellen Prepaid-Kreditkarten eine sehr gute Alternative dar. Für Kinder und Jugendliche gibt es Kreditkarten mit und ohne Girokontoanbindung.

Ein von Stiftung Warentest empfohlenes Angebot der Wüstenrot Bank, das „Top Giro Young“, soll als Beispiel für eine Kreditkarte mit Kontoanbindung dienen. Eltern von Kindern ab sieben Jahren können dieses Angebot nutzen, welches ein Girokonto ohne Kontoführungsgebühren als Basis voraussetzt. Hinzu kann eine kostenlose Visa-Karte beantragt werden. Die Eltern eröffnen hierzu ganz einfach online das Konto ihres Kindes und die Legitimation erfolgt dann über einen Angestellten der Bank. Daher lohnt es sich für Eltern, wenn sie bereits bei der Auswahl eines Girokontos für ihren Nachwuchs darauf achten, ob das Geldinstitut auch über eine kostenlose Prepaid-Kreditkarte in ihrem Angebot verfügt. Das spart später eventuell einmal den Kreditkartenvergleich.

Wie bereits erwähnt gibt es zudem auch Prepaid-Kreditkarten, die nicht an ein Konto gebunden sind. So gibt unter anderem die Commerzbank ihre kostenlose Prepaid-Version unter Zustimmung der Eltern an Jugendliche ab 14 Jahren aus. Diese bleibt bis zum 18. Lebensjahr kostenlos und kann in jeder Filiale der Bank beantragt werden.

Prepaid von der Tanke?

Wenn es mal ganz schnell gehen muss, dann können Eltern auch auf Prepaid-Karten von Tankstellen und einem Kiosk zurückgreifen. Der Vorteil: Eine Bankregistrierung ist an dieser Stelle überflüssig. Die Freischaltung erfolgt bei einigen Modellen mitunter komplett anonym via Handy. Zudem gelten für diese Form der Prepaid-Karten teilweise keine Altersbeschränkungen. Sie kostet etwa zehn Euro und kann in den Basismodellen einmalig mit bis zu 100 Euro aufgeladen werden. Um eine Prepaid-Karte wiederaufladen zu können, muss der Inhaber sich online registrieren und mindestens 18 Jahre alt sein, denn dann können Jahresgebühren anfallen. Daher eigenen sie sich eher als schnelle einmalige Lösung, zum Beispiel für eine Buchung eines Flugs oder einer Bahnfahrt, als Notfallrücklage im Urlaub oder als Geschenk. Zu achten gilt es nicht nur für Eltern darauf, welche Features die Karte bietet, da mit manchen zwar im Ausland ohne Aufpreis bezahlt werden kann, Geld jedoch nicht vom Automaten abgehoben werden.

Auf diese Faktoren gilt es zu achten

Zum einen sollten nicht nur Eltern, sondern auch Verbraucher von Prepaid-Kreditkarten allgemein, auf den Kartenpreis achten. Im Supermarkt oder an der Tankstelle fällt meist eine Gebühr zwischen fünf bis zehn Euro an, während es bei anderen Karten durchaus mehr sein kann. Zudem stellt sich die Frage nach den Jahresgebühren, welche für viele Modelle bezahlt werden müssen, für Kinder und Jugendliche aber bei einigen Banken kostenlos bis zum 18. Geburtstag sind. Ein weiterer Aspekt ist die Aufladung, welche ein Entgelt kostet, das von Banken entweder pauschal pro Aufladung oder in Prozent berechnet wird. Weitere Faktoren sind die Nutzbarkeit im Ausland sowie das Geldabheben im In- und Ausland. Hier können jeweils Sondergebühren anfallen. Außerdem gilt es acht auf eine eventuelle Inaktivitätsgebühr zu geben. Nutzt der Inhaber seine Karte über einen längeren Zeitraum nicht, dann können bei manchen Anbietern Gebühren wegen Inaktivität entstehen, welche teilweise monatlich abgebucht werden.

TippPrepaidkarte beantragen: Nur mit Zustimmung der Eltern

Kinder sind ab dem Alter von sieben Jahren bis zum vollendeten 18. Lebensjahr nur beschränkt geschäftsfähig. Das bedeutet, dass sie Verträge nur mit Zustimmung ihrer Eltern abschließen dürfen. Das gilt auch für die Eröffnung eines Girokontos oder die Beantragung einer Prepaid-Kreditkarte. Eltern und Kind müssen sich in der Bankfiliale ausweisen oder sich über das Postident-Verfahren legitimieren. Für die Legitimation in einer Postfiliale wird ein Personalausweis oder Reisepass benötigt.


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