
In fast jeder Geldbörse lungert sie herum. Manche sind sogar die glücklichen Besitzer von nicht nur einer, sondern sogar zwei, oder drei Kreditkarten. Ein Leben ganz ohne Kreditkarte können sich heute die wenigstens von uns noch vorstellen. Große Bargeldzahlungen kommen nur noch sehr selten vor, da diese eher mit der Kreditkarte getätigt werden. Doch obwohl es die Kreditkarte noch gar nicht lange gibt, hat sie sich nach ihrer Geburt schnell verbreitet.
Wie soll es auch anders gewesen sein, so ist der Geburtsort der Kreditkarte das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, Amerika. Im Jahre 1949 hatte ein US-amerikanischer Geschäftsmann aus New York mit dem Namen Frank X. McNamara die „Diners Club Card“ erfunden. Doch die Karte hatte ihre Limitierungen, da sie nur in wenigen New Yorker Hotels und Restaurants genutzt werden konnten. Erst einige Jahre später hatte die Bank of America eine weitaus effektivere Idee die Kreditkarte an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Diese Idee wurde in den Geschichtsbüchern als Fresno Drop bekannt. Im Jahr 1958 probierte die Bank of America ein Experiment aus, bei dem gezielt Kreditkarten an die Bürger der kleinen kalifornischen Stadt Fresno geschickt wurden. Innerhalb von zehn Monaten hat die Bank satte 1 Million Kreditkarten an die Bürger von Fresno per Post gesandt und erfolgreich verbreitet. Die Bank hat damit zwar gegen den „Truth in Lending Act“ verstoßen, der das unbefugte Versenden von Kreditkarten verbietet, dafür aber die Art der Bezahlung weltweit verändert.
Dank der Kreditkarte können heute viele Produkte und Dienstleistungen schnell und einfach erworben werden und das nicht nur im Einzelhandel. Mit der weltweiten Verbreitung des Internets sind Kreditkartenzahlungen auch online möglich. Egal ob Sie einen Flug nach Spanien buchen oder Online shoppen wollen, die Erfindung und die globale Verbreitung von Internet und Kreditkarte ermöglicht uns bequem Zahlungen auf der ganzen Welt zu tätigen. Vor allem auch im Online Glücksspielbereich ist die Kreditkarte heutzutage nicht mehr wegzudenken. Das einzige, das man auf diesem Gebiet nun umso mehr beachten muss ist, dass man auf seriösen Seiten spielt, da es hier sonst schnell zu einem Kreditkartenbetrug führen kann.
Auch wenn „Kreditsysteme“ früher schon bekannt waren, gab es Kredite nur bei den jeweiligen Einzelhändeln. Diese wurden dann später in Rechnung gestellt und bezahlt. Einige Geschäfte haben sich sogar ein ausgeklügeltes Punktesystem für ihre Kunden ausgedacht oder Kunden Wertmarken ausgeteilt. Zum Glück ist das heute komfortabler.
Doch auch die Kreditkarte hat nach 67 Jahren Konkurrenz mit Onlineservices, wie PayPal, Apple oder Samsung Pay, die den kostenlosen Geldtransfer über ihr Smartphone von digitalen Portemonnaies abwickeln, bekommen. Durch diese Online Services können Zahlungen einfach und schnell getätigt werden, auch wenn die Kreditkarte gerade nicht in greifbarer Nähe ist. Bereits 51 Prozent von Deutschlands Einwohnern sollen Mobile Payment-Dienstleister wie Paypal zum Online-Shopping nutzen. Die Tendenz ist weiterhin steigend, da durch verbesserte Technologien, wie biometrischen Merkmalen, die Sicherheitsstandards immer besser werden und mehr Menschen auf das mühevolle Münzenzählen an der Kasse verzichten können.
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Wer eine Kreditkarte besitzt, der kennt die teils saftigen Aufschläge für eine Buchung. Im August werden diese Zusatzgebühren jedoch abgeschafft. Visa und Mastercard wollen dieses Ersparnis an ihre Kunden weitergeben.
Kreditkarten stehen für unkompliziertes und schnelles Zahlen. Für viele Menschen sind sie aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, was Angebote für echte Kreditkarten ohne Schufa oder Prepaid-Kreditkarten verdeutlichen. Doch unter all den Kreditkartenangeboten das richtige zu finden, war auch aufgrund der Transaktionsgebühren nicht immer leicht. Sollte es eine schicke Motivkarte sein, wie etwa die Audi Visa Card, dann konnten sich Kunden zwar an einigen Bonusprogrammen erfreuen, die teilweise heftig ausfallenden Aufschläge wurden trotzdem nicht minimiert.
Die Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard fordern nun die Händler auf, ihre Kunden nicht mehr mit derartigen Aufschlägen zu belasten. Speziell in der Reisebranche und bei Elektronikhändlern sollen die Zusatzkosten exorbitant in die Höhe schießen. Ab dem 1. August 2015 ist damit allerdings Schluss, da die Kommissionen für das Bezahlen mit Kreditkarte abgeschafft werden. Visa und Mastercard drängen auf diesen Beschluss. Hintergrund ist ein Entscheid der Wettbewerbskommission. Für die Händler sinken ab August die Gebühren für Kartentransaktionen drastisch. Die Kartenindustrie fordert nun, dass die Händler ihre hohen Aufschläge wegfallen lassen sollen, damit der Endkonsument davon profitieren könne.
Die Kartenanbieter können jedoch die Händler nicht dazu zwingen, auf Zusatzgebühren zu verzichten. Visa und Mastercard sind also vielmehr auf die Zahlungsdienstleister angewiesen, dass diese Händler dazu auffordern, ihre Zusatzkosten für Visa und Mastercard zu streichen. Beim Schweizer Marktführer Six ist man diesem Vorhaben gegenüber aufgeschlossen. So informiere Six seit einiger Zeit die Händler, dass ab August alle gängigen Zahlungsmittel (Bargeld, Debitkarten, Kreditkarten) gleich zu behandeln seien.